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Stromunfall
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Als Stromunfall, Elektrounfall, auch elektrischer Schlag oder Stromschlag wird eine Verletzung durch die Einwirkung elektrischen Stromes auf den Menschen oder auf Tiere bezeichnet.
Typische Folgen von StromunfĂ€llen sind chemisch-thermische GewebeschĂ€den (Verbrennungen), neurologische Effekte, Muskelreizungen (z. B. Muskelverkrampfungen, tetanische Muskelkontraktionen) oder MuskellĂ€hmungen.cite-ref-1[A 1] Letztere wiederum können unter anderem zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen wie etwa Herzkammerflimmern sowie Herzstillstand und Kreislaufstillstand oder AtemlĂ€hmung mit tödlichem Ausgang fĂŒhren. Nicht zu unterschĂ€tzen sind auch indirekt verursachte UnfĂ€lle wie StĂŒrze mit erheblichen Folgen.
Der menschliche Körperwiderstand betrĂ€gt ĂŒberschlĂ€gig 700 bis 1000 Ohm. Bei BerĂŒhrung der beiden Pole einer Spannungsquelle mit nackter Haut kann bereits bei 50 Volt ein lebensgefĂ€hrlicher Strom von 50 mA (Milliampere) flieĂen.cite-ref-suva-2-0[1]
HĂ€ufige Ursachen fĂŒr StromunfĂ€lle sind: Kontakt der stromfĂŒhrenden Teile mit Wasser, fehlerhafte Verkabelungen, Versuche elektrische GerĂ€te selbst zu reparieren, Kabel ohne Isolierung und beschĂ€digte Stecker.cite-ref-3[2]
Das Ausmaà der Verletzungen bei einem Elektrounfall hÀngt von StromstÀrke und Einwirkdauer ab.cite-ref-suva-2-1[1]
Die StromstĂ€rke ist abhĂ€ngig von Spannung und ĂbergangswiderstĂ€nden zum Körper:
âą Die Spannung einer 12-Volt Batterie lĂ€sst sich auch bei direkter BerĂŒhrung beider Pole mit den Fingern in der Regel nicht spĂŒren. Dagegen kann die AnnĂ€herung an einen Hochspannungsleiter mit 30.000 Volt zu einem SpannungsĂŒberschlag mit Lichtbogen und hohem Stromfluss fĂŒhren.
âą Der Ăbergangswiderstand ergibt sich aus der Art der beiden KontaktflĂ€chen (Hautdicke und -feuchtigkeit, Kleidung, Schuhe, FuĂbodenbelag oder feuchte Erde).
Die Einwirkdauer einer elektrostatischen Entladung von 30.000 Volt durch das Anfassen eines metallischen Handlaufs nach dem Gehen auf Teppichboden ist extrem kurz, da die abflieĂende Ladungsmenge sehr gering ist. Hingegen können geringe Spannungen und Ströme ab 10 mA zu einer langen Einwirkdauer fĂŒhren, insbesondere wenn der Stromfluss einen Muskelkrampf bewirkt, der das Loslassen des stromfĂŒhrenden Teils unmöglich macht.
Allgemeine Einflussfaktoren auf die Auswirkungen eines Stromunfalls:
1. StromstÀrke pro FlÀche (Stromdichte), ergibt sich durch
âą Spannung (beim Stromfluss von einem zum anderen FuĂ die Schrittspannung),
âą ĂbergangswiderstĂ€nde zum Körper,cite-ref-notfallmedizin-4-0[3]
âą GröĂe der BerĂŒhrungsflĂ€chen (bei Kontakt ohne SpannungsĂŒberschlag),
2. Art des Stroms (Gleichstrom, Wechselstrom) sowie bei pulsierendem Gleichstrom oder Wechselstrom die Frequenz
3. Gesundheitszustand bzw. Alter der Person und gegebenenfalls vorhandene medizinische Implantate
4. Stromweg ĂŒber den Körper (z. B. Hand zu Hand; Hand zu FuĂ, links, rechts)
5. Einwirkdauer des elektrischen Stroms.
Contents
âą Grundlagen
âą Unterteilung
âą Makroschock
âą Mikroschock
âą Einflussfaktoren
âą Frequenz
âą Spannung
âą Widerstand
âą Einwirkdauer
âą HĂ€ufigkeit
âą Gefahrenquellen
âą MaĂnahmen
âą Geschichte
âą FuĂnoten
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Normen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Grundlagen
Damit elektrischer Strom dauerhaft flieĂen kann, wird ein geschlossener Stromkreis benötigt. Bei Niederspannung ist dazu in der Regel der direkte Kontakt mit beiden Polen der Spannungsquelle erforderlich. Wenn ein Verbraucher (wie etwa ein Elektromotor) nur an einen Draht und somit nur an einen einzigen elektrischen Pol angeschlossen ist, ist der Stromkreis nicht geschlossen und es kann zu keinem Stromfluss kommen.
BerĂŒhrt eine Person beide Leitungen einer Spannungsquelle gleichzeitig, schlieĂt sich der Stromkreis, wodurch ĂŒber den Betroffenen Strom flieĂt.
Beim Sonderfall eines IT-Systemes kann eine einzelne Leitung berĂŒhrt werden, ohne dass ein Stromfluss erfolgt. Weitaus hĂ€ufiger allerdings ist bei Stromnetzen ein Leiter geerdet, wodurch schon im Niederspannungsbereich bereits der Kontakt mit einem einzelnen Leiter, je nach den ErdungsverhĂ€ltnissen, zum Stromschlag fĂŒhren kann. AbhĂ€ngig vom jeweiligen Erdungssystem des Haushaltsstromes (wie etwa TT-System bzw. TN-System) dĂŒrfen bei korrekter Installation der Neutralleiter und der Schutzleiter gefahrlos berĂŒhrt werden, die gegen Erde Spannung fĂŒhrenden AuĂenleiter (die sogenannte Phase) jedoch nicht. Kommt es dennoch zu einem alleinigen Kontakt mit der Phase, also ohne Beteiligung des Schutzleiters oder Neutralleiters, flieĂt ein gefĂ€hrlicher Strom ĂŒber den menschlichen Körper in die Erde bzw. geerdete GegenstĂ€nde.cite-ref-5[4]cite-ref-6[5]
Im Hochspannungsbereich besteht besondere Gefahr, da Lichtbögen bereits bei der AnnĂ€herung, also ohne direkte BerĂŒhrung eines Leiters, zĂŒnden können, was bei Niederspannung nicht erfolgen kann. Hierbei ist die Distanz, unterhalb der der Durchschlag geschieht, von der Höhe der Spannung sowie von den Umgebungsbedingungen abhĂ€ngig. In der Luft sind diese Bedingungen unter anderem Luftdruck und -feuchtigkeit.
Bei elektrostatischen Entladungen kommt es wegen oft groĂen Potentialdifferenzen zu einem Ladungsausgleich unterschiedlich geladener Objekte. Kleinere, im Haushalt auftretenden elektrostatischen Entladungen sind fĂŒr den gesunden Menschen gewöhnlich harmlos, ausgeprĂ€gtere Erscheinungen wie etwa Blitze können aber Menschen verletzen oder töten.
Unterteilung
Makroschock
Diese Art bezeichnet den am hĂ€ufigsten vorkommenden Stromunfall im eigentlichen Sinne. Hierbei flieĂt der Strom ĂŒber die KörperoberflĂ€che durch die intakte Haut. Da der Hautwiderstand den gröĂten Teil des Körperwiderstandes ausmacht, flieĂen bei gleicher einwirkender Spannung viel geringere Ströme als bei einem sogenannten Mikroschock.
Mikroschock
Bei dieser Art findet der Stromfluss direkt im Körperinneren statt. Diese Situation tritt etwa dann auf, wenn Krankenhauspatienten implantierte Elektroden unterhalb der Haut haben. Durch den deutlich geringeren Widerstand können bereits sehr kleine Spannungen zu gefĂ€hrlichen StromstĂ€rken fĂŒhren. AuĂerdem kann durch die InhomogenitĂ€ten des elektrischen Widerstandes im Körper eine BĂŒndelung des Stromes zum Beispiel entlang der niederohmigen BlutgefĂ€Ăe auftreten und damit das Herz oder andere empfindliche Teile des Körpers besonders hohen Stromdichten ausgesetzt werden, was zu tödlichen Folgen wie Herzkammerflimmern fĂŒhren kann.
Einflussfaktoren
Weg, Stromart und -stÀrke
Entscheidend fĂŒr die Auswirkungen des elektrischen Stromes ist vor allem gemeinsam mit der Einwirkdauer die Stromdichte, also StromstĂ€rke pro FlĂ€che, durch den Körper bzw. einzelner Gewebe und Organe sowie die dadurch entstehende WĂ€rmeentwicklung.cite-ref-9[8] Je kleiner die durchströmte FlĂ€che, desto geringer darf die StromstĂ€rke oder desto kĂŒrzer darf die Einwirkdauer sein, damit keine SchĂ€den auftreten. Diese Faktoren sind auch fĂŒr das MaĂ und Auftreten von Verbrennungen wesentlich, die Joulesche WĂ€rme verursachen kann. So besteht die Möglichkeit, dass nach einem tödlichen Stromunfall bei groĂer KontaktflĂ€che und geringem Hautwiderstand, vor allem bei NiederspannungsunfĂ€llen, keine (Ă€uĂerlichen) Strommarken an der KörperoberflĂ€che sichtbar sind.cite-ref-10[9]cite-ref-11[10]
SĂ€mtliche der nachfolgenden Angaben ĂŒber die Höhe der StromstĂ€rken sind nur dann gĂŒltig, wenn sich der Strom ĂŒber die Hand und Haut im Körper verteilt. Wenn etwa Elektroden unterhalb der Haut implantiert sind, sinkt der Widerstand massiv ab, wodurch empfindliche Organe bereits durch viel geringere StromstĂ€rken geschĂ€digt werden können und schon Kriechströme eine erhebliche Gefahr darstellen. Ist der Herzmuskel direkt vom Stromfluss betroffen, genĂŒgen bereits 0,02 mA oder sogar 0,01 mA â also 10 ”A â (bei einer KontaktflĂ€che von 1,2 bis 3,1 mmÂČ)cite-ref-12[11] fĂŒr Herzkammerflimmern.cite-ref-13[12]cite-ref-14[13] Auch nasse bzw. feuchte Haut senkt den Widerstand, wodurch mehr Strom ins Körperinnere gelangt als bei trockener. FĂŒr Frauen und Kinder gelten teilweise noch niedrigere StromstĂ€rken. TrĂ€ger von medizinischen Implantaten bzw. Schrittmachern sind noch mehr gefĂ€hrdet.cite-ref-15[14] ZusĂ€tzlich variieren die Werte stark je nach Einwirkdauer, Weg des Stromes, Frequenz, durchströmter FlĂ€che, Körperwiderstand, Gesundheitszustand bzw. Altercite-ref-16[15], Studie und Literatur. Ein kĂŒrzerer Weg des Stromes, eine gröĂere FlĂ€che (kleinerer Widerstand bewirkt mehr Strom) oder kleinere FlĂ€che (höherer Widerstand bewirkt höhere Stromdichte und dadurch stĂ€rkere ErwĂ€rmung und Nervenreizung/Schmerzen) oder ein geringerer Gesamt-Körperwiderstand kann geringere StromstĂ€rken als die angegebenen lebensgefĂ€hrlich machen.
Der Wert fĂŒr die StromstĂ€rke, die in den Körper gelangt, ergibt sich hauptsĂ€chlich aus Spannung und (Körper-)Widerstand.
Wechselstrom
Wechselstrom ist deutlich gefĂ€hrlicher als Gleichstrom, je nach Literatur um das Vier- bis FĂŒnffache.cite-ref-17[16]
Die Wahrnehmungsschwelle fĂŒr elektrischen Strom ist individuell sehr unterschiedlich und liegt bei einer KontaktflĂ€che von 3 cmÂČ und einer Frequenz von 50 Hz zwischen 10 Mikroampere und 4 Milliampere, wobei Frauen und Kinder unter 12 Jahren empfindlicher sind als MĂ€nner.cite-ref-leitgeb-18-0[17]cite-ref-19[18]
Das durchschnittliche Kind kann die Stromquelle noch zwischen 3 mA und 5 mA loslassen, der durchschnittliche Erwachsene noch zwischen 6 mA und 9 mA, wobei bei Frauen 6 mA, bei MĂ€nnern 9 mA angesetzt werden.cite-ref-20[19]cite-ref-21[20] An der Skelettmuskulatur werden durch niederfrequenten Wechselstrom schon ab einer StĂ€rke von 10 mA, manchmal sogar bereits ab 8 mA (sog. Loslassschwelle, GefĂ€hrlichkeitsbereich AC3 beginnt) Kontraktionen ausgelöst, die aufgrund der stĂ€rkeren Ausbildung der Beugemuskeln (Flexoren) gegenĂŒber den Streckmuskeln zu einem âFesthaltenâ an den unter Spannung stehenden Teilen und damit zu einer lĂ€ngeren Einwirkzeit fĂŒhren können. Bereits diese StromstĂ€rke kann fĂŒr Kinder tödlich sein.cite-ref-22[21] Herzrhythmusstörungen sind bereits bei StromstĂ€rken von 25 mA möglich.cite-ref-23[22] Ab 30 mA bis 50 mA kann im Bereich des Brustkorbs eine Kontraktur, das heiĂt Anspannung der Atemmuskulatur und des Zwerchfells, auftreten und damit ein Atemstillstand fĂŒr die Dauer des Stromflusses. Dieser kann auch erfolgen, wenn der Stromfluss das Atemzentrum im Hirnstamm in Mitleidenschaft zieht (z. B. typisch bei einem Blitzunfall mit Kopfdurchströmung).cite-ref-kanz-24-0[23]
Wechselstrom mit 50 Hz kann, abhĂ€ngig vom Wirkungsbereich, bei einer StromstĂ€rke ab ca. 50 mA und bei einer Einwirkdauer lĂ€nger als einer Sekunde zu Herzkammerflimmern fĂŒhren.cite-ref-25[24] Dabei ist der Stromweg maĂgeblich mitentscheidend: flieĂt Strom im Bereich Brust-RĂŒcken oder Brust-linke Hand, ist Herzkammerflimmern bereits bei 27 mA möglich. Wird Hand Richtung FuĂ durchströmt, kann ab 40 mA mit Herzkammerflimmern gerechnet werden.cite-ref-leitgeb-18-1[17]
Im Bereich von 50 mA bis 80 mA kann Bewusstlosigkeit und Kreislaufstillstand auftreten, bei ĂŒber 80 mA Bewusstlosigkeit und Atemstillstand. Ab 100 mA können deutliche Verbrennungen auftreten.cite-ref-physikum-26-0[25] Noch höhere StromstĂ€rken ab etwa 10 A fĂŒhren zur Asystolie und noch stĂ€rkeren Verbrennungen der Haut sowie inneren Verbrennungen und Muskelverkochung.cite-ref-27[26]cite-ref-28[27]
Zu beachten ist, dass die maximal zulĂ€ssige BerĂŒhrungsspannung sich daher nach dem Stromweg und der StromstĂ€rke richtet und in einigen besonderen FĂ€llen deutlich kleiner sein muss als in allgemeinen Normen festgelegt. So reichen, bei einem Stromweg von der linken Hand zu beiden FĂŒĂen, bereits 36 mA bis 42 mA um in etwa zwei bis zehn Sekunden Herzkammerflimmern auszulösen. Daher können die erforderlichen Grenzwerte je nach Norm und Anwendung unterschiedlich ausfallen.
Gleichstrom
Die Wahrnehmbarkeitsschwelle bei Gleichstrom liegt bei etwa 2 mA.
StromstĂ€rken, die etwa 20 mA ĂŒberschreiten, können bereits die Erregungsausbreitung des Herzens negativ beeintrĂ€chtigen.
Ab 300 mA ist mit Bewusstlosigkeit zu rechnen.cite-ref-34[33]
Frequenz
Wechselstrom und pulsierender Gleichstrom (auch Mischstrom genannt) besitzen eine Frequenz. Meistens bezieht sich die Angabe jedoch auf Wechselstrom.
ZusĂ€tzlich liegen haushaltsĂŒbliche Netzfrequenzen in jenem Bereich, die Stimulationsreize auf Herz und Nerven ausĂŒben.
Bei der in Europa ĂŒblichen Frequenz von 50 Hertz wirkt der Wechselstrom mit 100 Impulsen (Halbwelle) pro Sekunde auf den Herzmuskel ein, wobei hier die etwa 15 bis 20 % der Gesamtperiode eines Herzschlages andauernde âvulnerable Phaseâcite-ref-37[36] als kritisch gilt. Da das Herz aber eine RefraktĂ€rphase von etwa 300 ms besitzt, antwortet der Herzmuskel nicht wie hĂ€ufig in der Literatur fĂ€lschlich dargestellt mit 100 SchlĂ€gen pro Sekunde, sondern mit etwa 3 bis 5 SchlĂ€gen pro Sekunde, was einer Herzfrequenz von ca. 200 bis 300 bpm (Kammerflimmern) entspricht.
Skelettmuskeln, die schnell kontrahieren (weiĂe Faser), reagieren auf Frequenzen im Bereich von 50 bis 70 Hz, langsamer kontrahierende Muskeln (rote Fasern) besser auf Frequenzen von 30 Hz. Im Bereich von 10 bis 20 Hz werden Einzelkontraktionen noch wahrgenommen, darĂŒber erfolgt eine Dauerkontraktion. BetrĂ€gt die Frequenz ĂŒber 100 Hz, lĂ€sst diese langsam nach.cite-ref-38[37]
Je nach Nerventyp gibt es unterschiedliche Schwellen fĂŒr die Reizung. Bei markhaltigen motorischen Nerven tritt die erregende Wirkung am besten bei 50-100 Hz auf, bei marklosen C-Fasern bei 1â10 Hz.cite-ref-39[38]
Bei niedrigen Frequenzen bis ungefĂ€hr 5 kHz leitet hauptsĂ€chlich das extrazellulĂ€re Volumen der betroffenen Gewebe, da die Zellmembranen elektrophysiologisch betrachtet Kondensatoren mit hohem Widerstand sind. Mit steigender Frequenz sinkt der Widerstand, wodurch bei hohen Frequenzen ĂŒber 1 MHz das gesamte Volumen als Leiter dient.cite-ref-40[39]
Hochfrequenz ab etwa 100 kHz fĂŒhrt nur noch bei sehr hohen Strömen zu einer spĂŒrbaren Nervenreizung, da die in jenen herrschende Ionenleitung den schnellen PolaritĂ€tswechseln immer weniger folgen kann.cite-ref-41[40]cite-ref-42[41] Die von Spannung, StromstĂ€rke und Zeit abhĂ€ngigen Leistungen und Energien können aber unabhĂ€ngig von der Reizwirkung zu thermischen SchĂ€digungen fĂŒhren und werden z. B. bei der HF-Chirurgie gezielt eingesetzt, um Blutungen zu stoppen.
Eine Studie von Walcott et Al. hat u. a. gezeigt dass pulsierende Gleichströme potenziell gefĂ€hrlicher sind als sinusförmiger Wechselstrom, da hier die einzelnen Impulse kĂŒrzer sein können als die Periodendauer und somit die Herzmuskelzellen effektiver reizen. Je nach Taktfrequenz und mittlerer StromstĂ€rke kann die Gefahr fĂŒr Kammerflimmern bis zu neun Mal höher liegen, als bei dem gleichen 50 Hz Wechselstrom Effektivwert.
Spannung
Obwohl die Auswirkungen eines Stromunfalls, wie erwĂ€hnt, von der StromstĂ€rke pro KörperflĂ€che sowie der Einwirkdauer abhĂ€ngig sind, wird vor allem aufgrund des Ohmâschen Gesetzes meistens die Spannung als Hinweis auf mögliche Gefahren verwendet.cite-ref-44[43] AuĂerdem kann Hochspannung bereits bei der kontaktlosen AnnĂ€herung an nicht isolierte Leitungen zum SpannungsĂŒberschlag mit der Bildung von Lichtbögen oder bei nicht ausreichender oder beschĂ€digter Isolation bei Stromkabel zum Spannungsdurchschlag fĂŒhren. Somit dient die Angabe ĂŒber die Höhe der Spannung auch dazu, die bei Hochspannung erforderlichen SicherheitsabstĂ€nde zu Freileitungen einzuhalten, die sich mit steigender Spannung vergröĂern.
Der konkrete Wert des den Körper durchflieĂenden elektrischen Stromes ergibt sich demnach aus der Spannung und dem Körperwiderstand (bei Wechselspannung zusĂ€tzlich noch der Frequenz), den der menschliche bzw. tierische Körper bildet. Dieser ist nicht konstant und von verschiedenen Parametern abhĂ€ngig.cite-ref-45[44] In der Praxis handelt es sich bei den Gefahrenquellen meist um Spannungsquellen. Je höher die Spannung (und Frequenz) oder je geringer der Widerstand ist, desto mehr Strom flieĂt durch den Körper. Ăblicherweise wird deshalb die Höhe der elektrischen Spannung als Kriterium fĂŒr die Klassifizierung der GefĂ€hrlichkeit benutzt, da der Körperwiderstand sich in bestimmten bekannten Bereichen bewegt.
So wĂŒrden beispielsweise bei einer Spannung von 230 Volt bei einem Körperwiderstand von 1000 Ohm 230 Milliampere in den Körper gelangen. Diese Berechnung setzt allerdings voraus, dass die Spannungsquelle bei nahezu gleichbleibender Ausgangsspannung auch ausreichend viel Strom liefert und somit zeitlich unbegrenzt die benötigte elektrische Leistung bereitstellen kann. Wenn die StromstĂ€rke begrenzt ist â etwa durch den Innenwiderstand der Spannungsquelle â, könnte auch bei höherer oder hoher Spannung, selbst bei extrem niedrigem Lastwiderstand (langfristig) kein Strom von 230 Milliampere flieĂen, da die Ausgangsspannung der Spannungsquelle zusammenbricht. Viele kleine elektrostatische Generatoren, die oft fĂŒr Demonstrationszwecke verwendet werden, können zum Beispiel hohe Leerlaufspannungen (200 kV) erzeugen, aber (je nach Bauart) nur kurz einen Strom durch den Körper abgeben und sind somit oft, auch bei geringem (Haut-)Widerstand, fĂŒr gesunde und nicht mit medizinischen Implantaten versehene Personen harmlos.cite-ref-46[45]
Aus der Spannungsangabe alleine ist daher noch keine Aussage ĂŒber die GefĂ€hrlichkeit möglich, wenn andere Parameter unbekannt sind. Allerdings werden bei Stromleitungen, die zur EnergieĂŒbertragung dienen, aufgrund der kontinuierlich hohen Leistung zusĂ€tzlich zu höheren Spannungen fast immer auch hohe Ströme zur Ăbertragung verwendet, was somit eine lebensbedrohliche Kombination fĂŒr einen Stromunfall darstellt.
Folgende Angaben bezĂŒglich der GefĂ€hrlichkeit der Spannung gelten daher nur, wenn die Spannungsquelle den sich durch den Widerstand gegebenen Strom auch kontinuierlich liefern kann und zusĂ€tzlich der Strom ĂŒber den Hautwiderstand bzw. Körperwiderstand flieĂt. Sind andere Teile des Körpers in BerĂŒhrung, wie etwa die Zunge, gelten die Angaben ĂŒber die Höhe der Spannung nicht. Dabei vergröĂert sich das AusmaĂ der Auswirkungen mit steigender Spannung (bei gleichem Körperwiderstand), da dadurch ein höherer Strom durch den Körper flieĂt.
ZulĂ€ssige BerĂŒhrungsspannung
In Deutschland darf die maximale BerĂŒhrungsspannung laut Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik 50 V Wechselspannung oder 120 Volt Gleichspannung nicht ĂŒbersteigen.cite-ref-47[46] In Ăsterreich darf die maximale BerĂŒhrungsspannung laut Ăsterreichischem Verband fĂŒr Elektrotechnik 50V Wechselspannung oder 90 Volt Gleichspannung nicht ĂŒbersteigen.
FĂŒr elektrische Anlagen von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen BetriebsstĂ€tten (z. B. RĂ€umen fĂŒr Nutztiere),cite-ref-48[47] im Bereich von RĂ€umen mit Badewanne oder Duschecite-ref-din-vde-0100-410-49-0[48] und in der Medizintechnikcite-ref-50[49] ist die BerĂŒhrungsspannung auf maximal 25 V Wechselspannung oder 60 V Gleichspannung festgelegt. Im Bereich 0 von RĂ€umen mit Badewanne oder Duschecite-ref-din-vde-0100-410-49-1[48] darf die BerĂŒhrungsspannung maximal 12 V Wechselspannung oder 30 V Gleichspannung betragen. Bei Kinderspielzeug darf die Nennspannung höchstens 24 V Gleichspannung oder die entsprechende Wechselspannung betragen und der Transformator fĂŒr die Schutzkleinspannung darf keinen Bestandteil des Spielzeugs bilden.cite-ref-51[50]
Niederspannung
Bei Niederspannung fĂŒhrt Wechselstrom zu stĂ€rker ausgeprĂ€gten SchĂ€den als Gleichstrom, bei Hochspannung ist dies umgekehrt. Die Grenze zwischen Hoch- und Niederspannung liegt in der Elektrotechnik bei 1000 Volt Wechselspannung oder 1500 Volt Gleichspannung, fĂŒr den klinischen Alltag wird aus praktischen GrĂŒnden jedoch oft ein Grenzwert von 500 Volt herangezogen. Damit zĂ€hlen ElektrounfĂ€lle, zum Beispiel im U-Bahn-Bereich (dortige Nennspannung im Allgemeinen 750 V), zu den HochspannungsunfĂ€llen, da sich diese klinisch von den Unfallfolgen durch Haushaltsstrom unterscheiden. Dabei wird allerdings oft vorausgesetzt, dass die Stromeinwirkung einige 100 ms lang dauert.
Hochspannung
Ein Unfall mit Hochspannung bewirkt hauptsĂ€chlich eine thermische SchĂ€digung des Gewebes, also eine Verbrennung. Die wirkenden StromstĂ€rken liegen meist sehr viel höher als bei NiederspannungsunfĂ€llen und zugleich treten sehr heiĂe Störlichtbögen auf, die unter UmstĂ€nden den menschlichen Körper ĂŒberbrĂŒcken können. Beispielsweise fĂŒhrt eine AnnĂ€herung an eine Hochspannungsleitung mit 30 kV, wie sie im Bereich von Mittelspannungsnetzen ĂŒblich sind, zu einem Lichtbogen und bei einem angenommenen Körperwiderstand von 500 Ω flieĂt kurzzeitig ein Strom von etwa 60 A durch den Körper. Dabei tritt eine thermische Leistung von rund 1,8 MW auf. ZusĂ€tzlich kann auch noch eine Gleitentladung auftreten, welche einen Kurzschlussstrom von mehreren kA liefert. Bei einer angenommenen Einwirkdauer von 90 ms entspricht das einer Energie von 160 kJ bis 5 MJ. Durch die hohen Energien und Momentanleistungen kommt es zu einer fast schlagartigen Verdampfung von wasserhaltigem Gewebe im Bereich des Stromeintritts- bzw. Stromaustrittspunktes. Dabei treten an den Ein- und Austrittstellen sogenannte Strommarken im Gewebe auf.cite-ref-52[51]
Bei hochspannungsfĂŒhrenden Leitern bildet sich bereits bei AnnĂ€herung, d. h. noch vor der direkten BerĂŒhrung, ein Störlichtbogen, so dass es oft nicht zum krampfbedingten Festhalten am Leiter kommt. Der Störlichtbogen kann von einer starken Lichtwirkung (Blitz) und lautem Knall durch die thermische Expansion der Luft im Blitzkanal begleitet sein. Zur Unfallvermeidung sind bei Arbeiten in der Umgebung von hochspannungsfĂŒhrenden Teilen die vorgesehenen SicherheitsabstĂ€nde einzuhalten und die Sicherheitsregeln zum âArbeiten unter Spannungâ zu beachten.
Wenn die betroffene Person durch den elektrischen Schlag niederstĂŒrzt, wird der Strom durch den Körper oft unterbrochen. Bei Hochspannungen der Energieversorgungsnetze ab etwa 100 kV ist der Stromfluss bei AnnĂ€herung so hoch, dass ein elektrischer Kurzschluss entsteht und möglicherweise der Netzschutz anspricht. Dabei besteht bei Freileitungen die Besonderheit, dass im Rahmen der ĂŒblichen automatischen Wiedereinschaltung nach einigen Sekunden die Leitung wieder unter Spannung gesetzt wird.
Trotz teilweise kĂŒrzerer Einwirkzeiten besteht bei HochspannungsunfĂ€llen fĂŒr Unfallopfer eine geringere Wahrscheinlichkeit zu ĂŒberleben als bei NiederspannungsunfĂ€llen.
Widerstand
FĂŒr den Körper-Gesamtwiderstand sind der Ăbergangswiderstand (elektrischer Widerstand) an der Stromeintrittstelle der Haut, die Haut selbst, der Körperwiderstand (der Widerstand, den die einzelnen Körpergewebe fĂŒr sich und in ihrer Gesamtheit dem Stromfluss entgegensetzen) und der Ăbergangswiderstand an der Austrittsstelle entscheidend. Letzterer wird oft maĂgeblich durch die Beschaffenheit der StandflĂ€che (BodenverhĂ€ltnisse) und das getragene Schuhwerk bestimmt.
Der Richtwert fĂŒr den Hautwiderstand ist sehr variabel und hĂ€ngt sowohl vom Stromweg als auch von der Beschaffenheit ab, dieser liegt im Bereich von unter 100 Ω bis weit ĂŒber 1000 Ω. Der Körperwiderstand sowie jener der Muskulatur betrĂ€gt etwa 1000 Ω.cite-ref-53[52]cite-ref-54[53] FĂŒr einen Erwachsenen und einen Stromweg zum Beispiel von der rechten Hand zum linken oder rechten FuĂ werden Werte zwischen 500 Ω bis 3 kΩ gemessen. Bei groĂflĂ€chiger BerĂŒhrung, bei dĂŒnner Haut (beispielsweise bei SĂ€uglingen) und bei kĂŒrzeren Wegen kann dieser Wert geringer ausfallen. Vor allem feuchte bzw. nasse Haut (zum Beispiel durch Seifenwasser oder SchweiĂ) bewirkt einen massiven Abfall des Hautwiderstandes. Wird der Gesamtkörperwiderstand mit einem Multimeter und bei kleiner Messspannung gemessen, werden sehr hohe Werte von oft ĂŒber 1 MΩ angezeigt. Dieser ist allerdings stark abhĂ€ngig von der angelegten Spannung, der Frequenz, der BerĂŒhrungsflĂ€che sowie der Feuchtigkeit und kann daher als Varistor betrachtet werden.cite-ref-55[54] Bei der BerĂŒhrung mit hohen Spannungen kommt es zum Durchschlag durch die Haut, sodass nur noch der Körperwiderstand alleine gilt. ZusĂ€tzlich bewirkt ein höherer Widerstand der Haut sowie eine lĂ€ngere Kontaktzeit gemÀà dem StromwĂ€rmegesetz unterschiedlich starke Verbrennungen der Haut.cite-ref-56[55] In einschlĂ€giger Literatur geht man von einem Körperwiderstand von 1 kΩ bis 2,4 kΩ aus. Im Defibrillator, der eingesetzt wird, um Leben zu erhalten, betrĂ€gt die Spannung bis 750 Volt und liegt zwischen 1 und 20 ms an. Der Ăbergangswiderstand von den Elektroden zum Körper wird absichtlich besonders klein gemacht. Die StromstĂ€rke erreicht dann bei einem angenommenen durchschnittlichen Körperwiderstand von 500 Ω bis zu etwa 1,5 A.
Einwirkdauer
StromschlĂ€ge fĂŒhren zu SchĂ€den, die von ihrer Dauer abhĂ€ngen. So fĂŒhren elektrostatische Entladungen (Spannungen bis ĂŒber 15 Kilovolt) trotz ihrer hohen StromstĂ€rke von einigen Ampere in der Regel nur zu Schreckreaktionen oder FolgeunfĂ€llen, da deren Entladungsdauer nur unterhalb einer Mikrosekunde liegt. Beim WeidezaungerĂ€t (Impulse von einigen Kilovolt) nutzt man dies aus, um Tiere fernzuhalten, ohne ihnen Schaden zuzufĂŒgen. In beiden FĂ€llen kommt es bereits zu Muskelkontraktionen, die jedoch noch nicht zu dramatischen unkoordinierten Bewegungen fĂŒhren. Schreckreaktionen können dabei jedoch zu FolgeunfĂ€llen fĂŒhren. Die Beziehung zwischen StromstĂ€rke und Einwirkdauer verlĂ€uft nicht linear und lĂ€sst sich auch nicht mit einfachen Mitteln wie Energie- oder Ladungsbegrenzung darstellen wie es frĂŒher ĂŒblich war. AuĂerdem hĂ€ngt die Beziehung stark vom Stromweg und von der Konstitution, dem Alter und dem Gesundheitszustand der betroffenen Person ab welche vom Strom durchflossen wird. So kann ein gesunder Mensch theoretisch bis zu 100 A ĂŒberleben welche von Hand zu Hand flieĂen, wenn die Durchströmung nicht lĂ€nger als zwei Mikrosekunden dauert, wĂ€hrend bei kontinuierlichem Gleichstrom oder sinusförmigen Wechselstrom bereits Bruchteile eines Amperes ausreichen wenn die Körperdurchströmung einige Millisekunden dauert.cite-ref-57[56]
Impulsartige Körperdurchströmungen mit Gleich- oder Wechselstrom unterscheiden sich in ihrer Wirkung bis zu einer zeitlichen Grenze von etwa 10 ms kaum voneinander.
Ăbersteigt die Einwirkdauer etwa 100 Millisekunden, sinkt die GrenzstromstĂ€rke zum Herzkammerflimmern (Todesgefahr), die von 20 ms bis dahin knapp 500 mA betrĂ€gt, stark ab, bis sie ab etwa 1 s Einwirkdauer etwa 40 mA betrĂ€gt.cite-ref-58[57] Dementsprechend lösen die zur Vermeidung von StromschlĂ€gen eingesetzten Fehlerstrom-Schutzschalter bei einem Fehlerstrom von 30 mA innerhalb von 100 ms aus. Bei gröĂeren Fehlerströmen ist die Auslösezeit geringer und liegt dann unter 20 ms â ein Wert, der auch beim BerĂŒhren eines Netzspannung fĂŒhrenden Leiters durch eine mit der Erde verbundene Person noch Schutz bietet. Fehlerstrom-Schutzschalter bieten nur Schutz bei Ableitströmen gegen Erde.
HĂ€ufigkeit
In Deutschland sterben jĂ€hrlich zwischen 36 und 100 Personen (Beobachtungszeitraum 2000â2015)cite-ref-59[58] an den Folgen von ElektrounfĂ€llen, wobei ca. 90 % durch Niederspannung und 10 % durch Hochspannung verursacht werden.cite-ref-60[59] Etwa 30 % der Hoch- und 3 % der NiederspannungsunfĂ€lle fĂŒhren zum Tod.cite-ref-kanz-24-1[23]
Das Institut zur Erforschung elektrischer UnfĂ€lle (BG ETF) bei der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) in Köln sammelt seit Jahrzehnten statistische Daten zu ElektrounfĂ€llen in Deutschland, die aufgrund der groĂen Datenmengen auch Aussagen ĂŒber die TodeshĂ€ufigkeit zulassen.
| Stromweg | UnfÀlle gesamt | davon tödlich | rel. Verteilung | rel. Verteilung | LetalitÀt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stromweg | UnfÀlle gesamt | davon tödlich | insgesamt | tödlich | LetalitÀt |
| Hand-Hand | 2891 | 82 | 77,3 % | 48,5 % | 2,84 % |
| Hand-FuĂ | 349 | 19 | 9,2 % | 11,2 % | 5,44 % |
| Hand-FĂŒĂe, HĂ€nde-FuĂ | 294 | 18 | 7,7 % | 10,7 % | 6,12 % |
| HĂ€nde-FĂŒĂe | 106 | 20 | 2,8 % | 11,8 % | 18,67 % |
| verkĂŒrzte Stromwege Oberkörper (wie Hand-Brust, oder Brust-RĂŒcken) | 108 | 30 | 3,0 % | 17,8 % | 27,78 % |
| insgesamt | 3748 | 169 | 100 % | 100 % | 4,51 % |
Basis fĂŒr die Auswertung waren die am Institut zur Erforschung elektrischer UnfĂ€lle der BGFE (ab 2008: BG ETF) in den Jahren 1969 bis 1996 gemeldeten ArbeitsunfĂ€lle durch elektrischen Strom.cite-ref-61[60] Die Daten in der Tabelle umfassen nur StromunfĂ€lle im Niederspannungsbereich von 130 Volt bis 400 Volt mit 50 Hertz Wechselspannung, bei denen von einer minimalen Durchströmungsdauer von 300 Millisekunden ausgegangen werden kann.
Aus Tierversuchen mit Schweinen wurden von einer Forschergruppe um J. Jacobson Wahrscheinlichkeiten des Eintretens von Herzkammerflimmern ermittelt.cite-ref-62[61] Ziel war die Ermittlung von Vergleichsfaktoren, um die gemessenen Daten auf den Menschen ĂŒbertragen zu können. Folgende Versuchsbedingungen bestanden:
âą Wechselstrom mit 50 Hertz
âą Einwirkdauer 75 % der Herzpuls-Periodendauer
⹠LÀngsdurchströmung (rechtes Ohr zur linken Kniefalte)
⹠Körpermasse der Schweine 15 kg bis 25 kg
| Flimmerwahrscheinlichkeit | 1 % | 5 % | 50 % | 95 % |
|---|---|---|---|---|
| Strom-Effektivwert in A | 0,63 | 0,79 | 1,50 | 2,80 |
Zur Ăbertragung dieser Stromwerte auf die VerhĂ€ltnisse beim Menschen (rechter Arm zum linken FuĂ) wurde ein Korrekturfaktor von 2,8 ermittelt. Das heiĂt, die Effektivwerte fĂŒr den Strom in der Tabelle mĂŒssen mit 2,8 multipliziert werden. Konservativ (mit einem Sicherheitsfaktor) wird dieser Korrekturfaktor nur mit 1,5 angenommen.
In der Schweiz ist der Stromschlag an Freileitungen fĂŒr Störche, Uhus und andere groĂe Vögel die hĂ€ufigste nicht natĂŒrliche Todesursache.cite-ref-63[62]
Gefahrenquellen
Verbreitete Ursachen fĂŒr einen elektrischen Schlag sind:
⹠defekte elektrische GerÀte bzw. elektrische Leitungen und menschliche Fehler im Umgang damit (zum Beispiel Unachtsamkeit oder FahrlÀssigkeit)
âą HerabhĂ€ngende spannungsfĂŒhrende Ăberland- und Freileitungen durch BeschĂ€digungen des Masts durch Unwetter und Sturm
âą BerĂŒhrung von Ăberland- und Freileitungen (mit GegenstĂ€nden) (z. B. mit Drachen)
âą AnnĂ€herung an Hochspannungsleitungen (kann bereits zum (lebensgefĂ€hrlichen) SpannungsĂŒberschlag fĂŒhren)
⹠Nichteinhalten von SicherheitsabstÀnden
âą Kontakt mit unter Spannung stehenden ĂŒberfluteten Bereichen
âą Blitzschlag
⹠unfachmÀnnischer Eingriff in die bestehende Elektroinstallation
⹠BrÀnde in Hochspannungsanlagen (auch elektrischen Bahnen), die mit ungeeigneten Löschmitteln bekÀmpft werden
⹠UnfÀlle an elektrisch betriebenen Anlagen oder GerÀten
âą falsche Absprachen ĂŒber das Freischalten von Anlagen und Leitungen
⹠Kontakt mit einer Elektroschockpistole (Taser, wobei die GefÀhrlichkeit umstritten ist)
âą vermeintlich spannungsfreie Bauteile durch Netzfreischalter
Spezielle OrganschÀden
Die Folgen des Elektrounfalls sind auch abhÀngig von der elektrischen LeitfÀhigkeit der einzelnen Gewebe bzw. Organe, die mit der Höhe des Elektrolytgehaltes steigt.
Je geringer der elektrische Widerstand desto mehr Strom flieĂt durch die betroffene Region. Somit sind die unterschiedlichen elektrischen WiderstĂ€nde der einzelnen Gewebe im menschlichen Körper maĂgeblich fĂŒr den Weg, den der GroĂteil des elektrischen Stromes nimmt, verantwortlich. Den niedrigsten Widerstand weist das Nervengewebe und Blut auf, gefolgt von BlutgefĂ€Ăen, SchleimhĂ€uten und Muskelgewebe.cite-ref-kamolz-64-0[63] In aufsteigender Reihe folgen Haut, Sehnen, Fettgewebe und Knochen, die einen deutlich höheren elektrischen Widerstand besitzen.cite-ref-kanz-24-2[23] Dementsprechend werden bei Gleichstrom und niederfrequenten Strömen Nervengewebe sowie blutende bzw. von Blut gut durchströmte Gewebe und Muskelgewebe höchstwahrscheinlich am meisten vom Strom durchflossen.cite-ref-nakhosteen-67-65-0[64] Trotzdem ist ein höherer Widerstand wie Haut nur bedingt ein besserer Schutz, denn sobald dieser von Strom durchflossen wird, kommt es zur Umwandlung von elektrischer Energie in WĂ€rme, wodurch Verbrennungen entstehen und Gewebe vernichtet wird.cite-ref-kamolz-64-1[63] Auch kleinere Körperteile wie Finger und HĂ€nde oder kleine FlĂ€chen können bei zu wenig Ableitung des Stroms schneller irreversibel zerstört werden.
Ausmaà und Schwere der Folge eines Stromunfalls lassen sich aber nicht allein aus den SchÀden an der KörperoberflÀche (wie der Haut) ableiten.cite-ref-66[65]
Vor allem bei UnfĂ€llen mit Starkstrom werden hĂ€ufig periphere Nerven geschĂ€digt, in einigen FĂ€llen auch zeitverschoben. Da im Niederspannungsbereich meist der Stromfluss ĂŒber die HĂ€nde und Arme zustande kommt, sind hauptsĂ€chlich Nervus medianus, Nervus ulnaris und Nervus radialis von SchĂ€den betroffen, wobei oft eine Remission eintritt.cite-ref-67[66]
Die folgende Tabelle gibt einen Ăberblick ĂŒber die in AbhĂ€ngigkeit von den beschriebenen Einflussfaktoren möglichen Folgen eines Elektrounfalls, die sowohl zeitgleich als auch zeitverzögert, einzeln oder kombiniert mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit auftreten können, aber nicht mĂŒssen:
| von Strom durchflossene(s) bzw. betroffene(s) Körperteil(e) | u. a. mögliche(s) Symptom(e) |
|---|---|
| Körperzellen , Gewebe , Organe (allgemein) | Zellzerstörung, dabei Bildung von toxischen EiweiĂzerfallprodukten die zur NierenschĂ€digung und Vergiftungserscheinungen fĂŒhren können, Azidose , Ăberhitzung [ 67 ] , SchĂ€digungen oder Lyse [ 68 ] bzw. erhöhte PermeabilitĂ€t der Plasmamembran [ 69 ] , (Funktions-)Störungen, SchĂ€digung [ 70 ] bis Vernichtung verschiedener Gewebe und Organe [ 71 ] ( LĂ€sionen , Nekrosen ), VerĂ€nderungen des Membranpotentials , [ 25 ] Depolarisation , VerflĂŒssigung des Gewebes, VerĂ€nderungen des Stoffwechsels, [ 72 ] (innere) Blutungen , [ 73 ] Schock, ( multiples ) Organ-Versagen, Koagulation, Denaturierungen , Dehydratation , Hypoxie , [ 74 ] Karbonisation, [ 75 ] Elektrolytstörung , [ 76 ] HyperkaliĂ€mie , HypokalzĂ€mie , Ionenverschiebung, Störung der Reizbildung und Reizleitung |
| Haut , Muskeln, aber auch alle anderen Gewebe | leichte bis schwerste (Ă€uĂere und innere) Brandverletzungen (Grad 1-4, Verbrennungskrankheit) unter anderem an den Ein- und Austrittsstellen des Stroms ( Strommarken ), aber auch schwerste Muskelzerstörung (Myolyse) oder Zerstörung anderer Gewebe durch innere Verbrennungen (âVerkochungenâ, Weichteilverletzungen), bei lĂ€ngerer Einwirkung einschlieĂlich ganzer Organe oder des gesamten Körpers, Blasenbildung , Hautrötung, (Brand-) Wunden , VerfĂ€rbungen [ 64 ] |
| Ăbergangsepithelgewebe , Schleimhaut | Aphten , Erosionen , GeschwĂŒre [ 3 ] |
| Muskulatur (allgemein, alle Typen) | LĂ€hmung bzw. Verkrampfung der Skelettmuskulatur (einfache/phasische und tetanische Muskelkontraktionen , Muskelverkrampfungen ) [ 77 ] [ 78 ] , wodurch Muskelrisse , Sehnenrisse , Luxationen und KnochenbrĂŒche entstehen können, sowie des Herzens und der Atemmuskulatur , MyoglobinĂ€mie, Kompartmentsyndrom , schwache bis starke Muskelschmerzen , aber auch Rhabdomyolyse , Muskelnekrosen, Muskelatrophie , Myoklonien [ 79 ] |
| Herz | Herzrhythmusstörungen (können auch erst zeitlich verzögert Stunden nach dem Unfall auftreten) wie etwa Herzkammerflimmern , Vorhofflattern und Vorhofflimmern , Extrasystolen , aber auch Infarktsymptome, Bradykardie , Hypertonie [ 80 ] , (Sinus-) Tachykardie (dadurch Blutdrucksteigerung), Kammerflattern [ 81 ] , (polymorphe) Kammertachykardie [ 82 ] [ 83 ] , Torsade de pointes [ 84 ] , elektromechanische Dissoziation , Hypotonie, AV-Block [ 85 ] (Wenckebachperiodik), vorĂŒbergehende oder auch andauernde Asystolie ( Herzstillstand ) sowie (bleibende) HerzmuskelschĂ€den (MyokardschĂ€digungen) bis hin zu einer (beginnenden) Herzinsuffizienz (akut oder verzögert), [ 86 ] [ 87 ] [ 88 ] in EinzelfĂ€llen IschĂ€mie mit CK -Anstieg und Perikarderguss [ 89 ] , auch Troponin -Anstieg, Schenkelblöcke (intraventrikulĂ€ren Ausbreitungsstörungen) [ 90 ] , Synkope [ 91 ] , koronarer Vasospasmus (Koronarspasmen), intrakoronare Thromben [ 92 ] , Bradykardie , Herzinfarkt und Herzwandaneurysma [ 93 ] |
| periphere Nerven | ParÀsthesien (u. a. des Nervenstamms), SensibilitÀtsstörungen , reversibler und irreversibler Verlust bzw. LÀhmungen ( Paralyse ) der sensorischen, motorischen und reflektorischen Funktion, [ 94 ] Paresen, Störungen des autonomen Nervensystems, Schmerzen |
| RĂŒckenmark | mehr oder weniger vollstĂ€ndiges Querschnittssyndrom , aber auch möglicherweise eine amyotrophische Lateralsklerose , WirbelsĂ€ulentrauma, spastische Paresen, progrediente AusfĂ€lle durch adhĂ€sive Arachnoiditis [ 95 ] , Muskelatrophien [ 96 ] |
| Gehirn | Bewusstlosigkeit ( Koma ), Bewusstseinsstörung ( Benommenheit , BewusstseinstrĂŒbung ) Vigilanzstörung , Unruhe , GedĂ€chtnisstörungen , [ 97 ] Denkstörung , [ 98 ] KrampfanfĂ€lle wie tonisch klonische KrĂ€mpfe , Paresen , Dys- ParĂ€sthesien , Hirnödem (dadurch z. B.: Erhöhung des intrakraniellen Drucks ), [ 99 ] Verwirrtheit , Schwindel , Kopfschmerzen, Ăbelkeit , Amnesie , Aphasie , vegetative Dystonie , Opisthotonus , Wurzelsyndrom bzw. bei (zu) hoher WĂ€rmeeinwirkung auch DauerschĂ€den wie etwa eine zerebrale LĂ€sion (z. B. Hemiplegie , Paraplegie, Tetraparese , Parkinson-Syndrom oder Epilepsie / epileptiformer Anfall [ 100 ] ), Störungen der Atemregulation [ 101 ] , LĂ€hmungen bzw. Tod durch zentrale LĂ€hmung des Atemzentrums ( Apnoe ) [ 102 ] [ 103 ] [ 104 ] , HirnnervenausfĂ€lle, akuter Hirntod [ 105 ] [ 106 ] , Veraschen und Verkochen des Gewebes [ 107 ] , Hirnnekrose, zerebrale venöse Thromben, Hirnblutungen (wie etwa um den 3. Ventrikel , am Boden des 4. Ventrikels und an der Rinden-Mark-Grenze [ 108 ] ) [ 109 ] , extrapyramidale Funktionsstörung , zerebrale Funktionsstörung, neurologische Herdsymptome (durch Narbenbildung) [ 110 ] , (schwere) neurologische AusfĂ€lle dadurch Zyanose , Hyperhidrose , Hypertension [ 111 ] , Tremor , VerĂ€nderung des Hirnstoffwechsels [ 112 ] , dauerhafte SchĂ€den [ 113 ] , Kleinhirnatrophie |
| HirnhÀute | durch thermische Wirkung: Entwicklung von aseptischer Meningitis , Arachnoiditis [ 114 ] |
| SchÀdelkalotte | durch Erhitzen des Gewebes und starken Anstieg des Drucks: Sprengung [ 115 ] |
| Blut | Gasbildung durch die Elektrolyse des Blutes, erhöhte LDH Werte |
| BlutgefĂ€Ăe | Spasmen , Thrombosen , Aneurysma , GefĂ€Ărupturen, GefĂ€Ănekrosen (von Intima und Media), HĂ€morrhagien , Embolie ( Fettembolie ), bei Koronararterien Koronarspasmen mit MyokardischĂ€mien (âAngina pectoris electricaâ), bei höheren Temperaturen Koagulation mit Thrombenbildung, [ 72 ] venöse HyperĂ€mie , |
| Bereich Thorax und Lunge | direkte SchÀdigung der Lunge, Pneumothorax , Ateminsuffizienz ( Dyspnoe ) durch Tetanie der Zwerchfell, Zwischenrippen- und Atemhilfsmuskulatur bis hin zum Atemstillstand [ 116 ] , periphere AtemlÀhmung [ 117 ] , Hypoventilation, Dysfunktion der Thoraxwand, exsudativer Pleuraerguss [ 118 ] |
| Regionen oberhalb der SchlĂŒsselbeine bzw. in der NĂ€he oder Bereich der Augen | Katarakt (Cataracta electrica, auch verzögert), KornealĂ€sion, Retinopathie (mit Ădem ), RetinalĂ€sion, Stauungspapille , Skotom , Keratoconjunctivitis photoelectrica , SchĂ€digung des Sehnervs , [ 3 ] optische Neuropathie, Sehstörungen, Pigmentverschiebungen [ 119 ] , weite, lichtstarren Pupillen (autonome Dysfunktion), Makulaödem , Netzhautablösung , Uveitis , Augenthrombose, vorĂŒbergehende oder dauerhafte Erblindung , [ 120 ] chorioretinale Atrophie , Papillenödem, HĂ€morrhagie , MakulalĂ€sion |
| Gehör und Gleichgewichtssystem | InnenohrschÀden, Trommelfellperforation, Verbrennungen (der Gehörgangshaut), transitorische FazialislÀhmung , LÀsionen, Schwindel , Ruptur der Reissner-Membran, Blutungen mit nachfolgender Ausbildung eines HÀmatoms , Frakturen des Felsenbeins , [ 75 ] SchÀdigung des Hör-Gleichgewichtsnervs , Hörstörungen ( Tinnitus ) |
| Bereich Abdomen Speiseröhre, Magen, Darm | Nekrosen, SchĂ€digung der intraabdominellen Hohlorgane ( Perforation ), Ăbelkeit , Erbrechen , paralytischer Ileus , DarmmotilitĂ€t |
| Nieren | akute tubulĂ€re Nekrose, Nierenversagen (z. B. durch Myoglobinurie , HĂ€moglobinurie , EiweiĂgifte, renales â Crush-Syndrom â, oder bei parenchymatöser SchĂ€digung) [ 121 ] [ 122 ] , HypovolĂ€mie [ 123 ] |
| Indirekte Wirkung: z. B. Knall oder Druckwelle (z. B. bei Gewitter) kann u. a. innere Blutungen , Hörsturz und Tinnitus , grelle Lichtbögen können NetzhautschĂ€digungen verursachen, zusĂ€tzlich Gefahr durch SekundĂ€runfĂ€lle, wie z. B. durch Erschrecken herbeigefĂŒhrten Sturz, der bei Aufprall des Kopfes an harte GegenstĂ€nde zu einem SchĂ€deltrauma fĂŒhren kann SpĂ€tfolgen: physische FolgeschĂ€den wie periphere NervenlĂ€sionen, die bis zu 3 Jahre nach dem Unfall auftreten können, sowie SensibilitĂ€tsstörung und (Poly-)Neuropathien (bei Blitzschlag), aber auch psychische wie Schlafstörungen, posttraumatische Stresssituation, Depressionen, Psychosen, Angstattacken, [ 3 ] aber auch Motoneuronerkrankungen (motorische Systemdegeneration) [ 124 ] , tonische RĂŒckenmarksanfĂ€lle, extrapyrimidale Bewegungsstörungen, Atrophie der Seiten- und des RĂŒckenmarks | Indirekte Wirkung: z. B. Knall oder Druckwelle (z. B. bei Gewitter) kann u. a. innere Blutungen , Hörsturz und Tinnitus , grelle Lichtbögen können NetzhautschĂ€digungen verursachen, zusĂ€tzlich Gefahr durch SekundĂ€runfĂ€lle, wie z. B. durch Erschrecken herbeigefĂŒhrten Sturz, der bei Aufprall des Kopfes an harte GegenstĂ€nde zu einem SchĂ€deltrauma fĂŒhren kann SpĂ€tfolgen: physische FolgeschĂ€den wie periphere NervenlĂ€sionen, die bis zu 3 Jahre nach dem Unfall auftreten können, sowie SensibilitĂ€tsstörung und (Poly-)Neuropathien (bei Blitzschlag), aber auch psychische wie Schlafstörungen, posttraumatische Stresssituation, Depressionen, Psychosen, Angstattacken, [ 3 ] aber auch Motoneuronerkrankungen (motorische Systemdegeneration) [ 124 ] , tonische RĂŒckenmarksanfĂ€lle, extrapyrimidale Bewegungsstörungen, Atrophie der Seiten- und des RĂŒckenmarks |
MaĂnahmen
MaĂnahmen am Unfallort
Generell ist das Schema der Rettungskette der Ersten Hilfe auch hier zu beachten und bei Hilfeleistungen unbedingt auf Eigenschutz zu achten und AuĂenstehende sind zu warnen, damit keine stromfĂŒhrenden Teile berĂŒhrt werden bzw. bei Hochspannung ein ausreichender Sicherheitsabstand besteht (Absperrungen einrichten). ZusĂ€tzlich stellen ĂŒberflutete Bereiche eine weitere Gefahr dar â dies sollte sowohl von den Hausbewohnern als auch von den EinsatzkrĂ€ften vor Ort in jedem Fall berĂŒcksichtigt werden.cite-ref-126[125] Hierbei ist unter anderem wichtig:
Hochspannungsbereich
Im Unterschied zur Niederspannung, die einen direkten Kontakt mit den beteiligten Stromleitungen fĂŒr den Stromfluss erfordert, sind bei nicht isolierten hochspannungsfĂŒhrenden Anlagenteilen wie Freileitungen oder Oberleitungen bei der kontaktlosen AnnĂ€herung SpannungsĂŒberschlĂ€ge mit der Bildung von lebensgefĂ€hrlichen Lichtbögen möglich. Der Lichtbogen fĂŒhrt, durch die hohe Momentanleistung, neben der starken Lichtwirkung und lautem Knall zu einem schlagartigen Verdampfen von metallischem Kontaktmaterial, welches in der Umgebung zu BrĂ€nden und an ungeschĂŒtzter Haut zu Verbrennungen fĂŒhren kann. Auch an der Isolation beschĂ€digte Hochspannungskabel stellen eine Gefahr dar, da SpannungsdurchschlĂ€ge auftreten können.cite-ref-127[126] Aus diesem Grund ist bei allen Arbeiten im potentiellen Wirkungsbereich eines Lichtbogens entsprechende feuerfeste Schutzkleidung mit Gesichtsschutz wie einem Visier zu tragen.
| U n bis ⊠| Abstand fĂŒr elektrotechnisch | Abstand fĂŒr elektrotechnisch |
|---|---|---|
| U n bis ⊠| unterwiesene Personen | Laien |
| 1 kV | 0,5 m | 1 m |
| 30 kV | 1,5 m | 3 m |
| 110 kV | 2 m | 3 m |
| 220 kV | 3 m | 4 m |
| 380 kV | 4 m | 5 m |
| 500 kV | | 8 m |
| 750 kV | | 11 m |
| 1000 kV | | 14 m [ 127 ] [ 128 ] |
Zur Rettung ist zuerst die Spannungsfreiheit der Anlage sicherzustellen. Anlagen und GerĂ€te mĂŒssen zunĂ€chst spannungsfrei geschaltet und anschlieĂend zusĂ€tzlich mittels Erdungsstange geerdet bzw. mittels KurzschlieĂer kurzgeschlossen werden, um sowohl Teilspannungen abzuleiten als auch zu verhindern, dass ausgeschaltete Leitungen zum Beispiel durch induktive oder kapazitive Kopplung benachbarter in Betrieb befindlicher DrĂ€hte unter Spannung bleiben.cite-ref-130[129]cite-ref-131[130] Dabei ist zu beachten, dass manche energietechnische Anlagen mit automatischer Wiedereinschaltung nach kurzer Unterbrechung durch den Unfall automatisch wieder aktiviert werden. Hierbei ist in der Reihenfolge nach den FĂŒnf Sicherheitsregeln vorzugehen.
Bei Anlagen, deren Spannungsfreiheit nicht sicher feststeht, ist ein von der Spannungsebene abhĂ€ngiger Sicherheitsabstand, der mit zunehmender Spannung steigt, einzuhalten. ZusĂ€tzlich mĂŒssen noch Umgebungsfaktoren, wie etwa Wetterbedingungen oder Ionisierung von Luft einkalkuliert werden. Ăbliche SicherheitsabstĂ€nde fĂŒr Personen, welche von Feuerwehren eingehalten werden, sind in der nebenstehenden Tabelle angegeben.cite-ref-132[131]
FĂŒr das Löschen von allfĂ€lligen BrĂ€nden bei spannungsfĂŒhrenden Anlagen gibt es eigene SicherheitsabstĂ€nde, die bei unter Spannung stehenden oder noch nicht kurzgeschlossenen Anlagen einzuhalten sind. Sie hĂ€ngen ebenfalls von der Spannung, aber auch von dem verwendeten Löschmittel ab. Wird Wasser eingesetzt, so gelten bei SprĂŒhstrahl obige AbstĂ€nde, bei Vollstrahl vergröĂert sich die Distanz auf 6 Meter bei bis zu 110 kV, 7 Meter bei bis zu 220 kV und 8 Meter bei bis zu 400 kV.cite-ref-133[132]
Eine weitere Gefahrenquelle fĂŒr die Retter ist die Schrittspannung, die auftritt, wenn ein spannungsfĂŒhrendes Leiterseil den Boden berĂŒhrt und Strom in das Erdreich flieĂt.
Niederspannungsbereich
Zur Rettung sollten freiliegende, spannungsfĂŒhrende Leitungen mit Hilfe von trockenen und sauberen, nichtleitenden GegenstĂ€nden (z. B. langer und dicker Besenstiel aus Kunststoff) vom Verletzten entfernt werden, gegebenenfalls den Verletzten mit ausreichend elektrisch isolierenden Hilfsmittel wie Sicherheitshandschuhen fĂŒr Elektriker aus dem Unfallbereich bringen oder wegziehen.
Auch im Niederspannungsbereich sind notwendige SicherheitsabstĂ€nde bei Löscharbeiten unter Spannung einzuhalten: Bei SprĂŒhstrahl betrĂ€gt der Abstand einen Meter, bei Vollstrahl fĂŒnf Meter. Beim Löschen mit tragbaren Feuerlöschern muss bei SprĂŒhstrahl ein Meter, bei Vollstrahl nur drei Meter Abstand gehalten werden.[71]
Bei bewusstlosen Patienten ist nach dem Abschalten der Stromversorgung und (je nach lĂ€nderspezifischen Sicherheitsregeln) dem eventuell zusĂ€tzlichen KurzschlieĂen der Anlage, die Sicherstellung von Atmung und Herz-Kreislauffunktion vorrangig. Gegebenenfalls ist die sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung einzuleiten. Geschultes Rettungspersonal fĂŒhrt bei Kammerflimmern eine Defibrillation durch. Falls verfĂŒgbar, kommt ein öffentlich zugĂ€nglicher Laiendefibrillator zur Anwendung.
Bei ansprechbaren Patienten sind Brandverletzungen nur initial, unter Erhalt der Normothermie (normale Körpertemperatur), zu kĂŒhlen und mit einer keimarmen, nicht flusenden Wundauflage abzudecken. Wird Wasser zur KĂŒhlung allfĂ€lliger Verbrennungen eingesetzt, sollte dieses daher Raumtemperatur, aber keinesfalls eine Temperatur unter 15 °C haben oder gar eisförmig sein, da es dabei einerseits zu einer UnterkĂŒhlung, andererseits aber auch paradoxerweise zu GewebeschĂ€den kommen kann.cite-ref-134[133] Der Patient sollte auch bei völligem Wohlbefinden bis zum Ausschluss einer HerzschĂ€digung nicht unbeaufsichtigt bleiben. Erforderlich ist hierzu immer ein 12-Kanal-Elektrokardiogramm. Daher erfolgt in der Regel durch den alarmierten Rettungsdienst ein Transport in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Falls VerĂ€nderungen im Elektrokardiogramm nachweisbar sind, ein Hochspannungsunfall vorlag oder besondere Risikofaktoren bestehen, wird dort eine mehrstĂŒndige Beobachtung mit EKG-Monitoring durchgefĂŒhrt.
Die weiteren MaĂnahmen richten sich nach der Schwere der Verbrennungen. Durch die WĂ€rmewirkung des elektrischen Stromes kommt es zum FlĂŒssigkeitsverlust im Körper. Ebenso kann die Verkohlung des betroffenen Gewebes (Nekrose) zur Entstehung von Giftstoffen fĂŒhren. Die Gefahr einer Sepsis mit Todesfolge droht durch bakterielle Infektion der geschĂ€digten Organe. Um eine SchĂ€digung der Nieren zu mindern, ist es notwendig, den FlĂŒssigkeitsverlust durch intravenöse Volumengabe, zum Beispiel Natriumchlorid-Infusionslösung, auszugleichen.
Diagnostik und Ăberwachung
Anamnese
Folgende Punkte sollten abgeklÀrt werden:
⹠körperliche Beschwerden zum Ereigniszeitpunkt oder im Verlauf?
âą Thoraxschmerzen, Palpitationen, Luftnot?
âą Bewusstlosigkeit, ErinnerungslĂŒcken, Missempfindungen, Schwindel?
âą Begleitverletzungen (indirekte Folgen)?
Untersuchungen
⹠körperliche Untersuchung mit Basisuntersuchung von Herz, Lunge, Bauchbereich, im Speziellen Suche nach Strommarken
âą Labor: groĂes Blutbild: Bestimmung von Nieren- und Leberwerten (z. B. Kreatinin, GOT, GGT, GPT, AP, Cholinesterase), Harnstoff, HĂ€moglobin, HĂ€matokrit, Leukozyten, Thrombozyten, Quick-Wert, Muskel- und Herznekrosemarker (Troponin, Kreatinkinase), CK, CK-MB, Myoglobin, Haptoglobin, Elektrolyten, AST, Alanin-Aminotransferase, Bilirubin, Albumin, Amylase und Lipase, Laktat, LDH, Aldolase, bei Verbrennungen zusĂ€tzlich Blutgase inklusive CarboxyhĂ€moglobin und Gerinnungswerte (aPTT, Fibrinogen, AT III)cite-ref-135[134]cite-ref-136[135]cite-ref-137[136]
âą Urinuntersuchung: Myoglobin im Harn?, Bestimmung der Stundendiurese, FĂ€rbung
âą 12-Kanal-EKG
âą Ăberwachung der renalen Ausscheidung
âą MRT fĂŒr Diagnose bezĂŒglich SchĂ€den an Muskeln und Geweben
⹠Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Feststellung möglicher NervenschÀdigungen
⹠Angiographie z. B.: bei Störungen der Durchblutungcite-ref-138[137]
Ăberwachung
HochspannungsunfĂ€lle sind immer stationĂ€r intensivmedizinisch ĂŒberwachungspflichtig. Hier liegen meist auch relevante Begleitverletzungen wie Verbrennungen vor. Bei NiederspannungsunfĂ€llen ist eine Monitor-Ăberwachung erforderlich, wenn der Verunfallte zeitweise bewusstlos war, Arrhythmien am Unfallort oder auf dem Transport beobachtet wurden oder ein auffĂ€lliges 12-Kanal-EKG vorliegt.cite-ref-139[138] Eine stationĂ€re Ăberwachung ist nur dann erforderlich, wenn Anamnese, körperliche Untersuchung oder Labordiagnostik krankhafte VerĂ€nderungen ergeben, eine Spannung ĂŒber 500 V ursĂ€chlich war oder schwere Grunderkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bestehen.cite-ref-140[139]
Geschichte
⹠1746 erlitt in den Niederlanden der Laborant von Pieter van Musschenbroek, Andreas Cuneus, bei der Arbeit mit Leidener Flaschen, den weltweit ersten dokumentierten nicht-tödlichen schweren Stromunfall durch vom Menschen erzeugte ElektrizitÀt.cite-ref-141[140]
âą Als erster schriftlich dokumentierter Stromunfall in Deutschland wird in den BGV ein Ereignis vom 4. November 1879 im ReichstagsgebĂ€ude zu Berlin gesehen, bei dem ein Angestellter, der die Funktion der Lampen einem Kreis anwesender Personen demonstrieren wollte, in den Stromkreis geriet.cite-ref-144[143] Er berĂŒhrte dabei die beiden unter Spannung stehenden Kontakte im Lampensockel und fiel zu Boden. Eine der anwesenden Personen machte den Vorschlag, den schĂ€dlichen Strom, welcher sich quasi noch im Verunfallten befinden sollte, in die Erde abzuleiten. Dazu wurde der Verunfallte in den Garten getragen und seine HĂ€nde in die Erde gesteckt. Der Elektrisierte lag dort, bis er sich erholt hatte.cite-ref-145[144]
Die damals in der Akutsituation angewandte âHeilungsmethodeâ ist aus dem allgemeinen UnverstĂ€ndnis der ZusammenhĂ€nge zu erklĂ€ren und stellt keine passende Reaktion dar.cite-ref-146[145] Erst spĂ€ter wurden die VorgĂ€nge bei ElektrounfĂ€llen wissenschaftlich untersucht, beispielsweise durch den österreichisch-britischen Mediziner Stefan Jellinek,cite-ref-147[146] der dafĂŒr den weltweit ersten Lehrstuhl fĂŒr Elektropathologie in Wien erhielt.
FuĂnoten
cite-note-1A 1. â vorwiegend bei StromunfĂ€llen im Niederspannungsbereich bis etwa 400 V bzw. 500 V (etwa 90 % der StromunfĂ€lle). FĂŒr UnfĂ€lle mit Hochspannung siehe Einflussfaktoren, Spannung
Siehe auch
Literatur
âą Siegfried Altmann: Eine Analyse ĂŒber das âElektrounfallgeschehen in der damaligen DDR und heuteâ (= VDE-Fachbericht. Band 43). VDE-Verlag, Berlin / Offenbach 1993, S. 5â17.
âą Siegfried Altmann: Untersuchungen ĂŒber tödliche ElektrounfĂ€lle im Haus- und Freizeitbereich sowie im Gewerbe in den neuen BundeslĂ€ndern (= VDE-Fachbericht. Band 53). VDE-Verlag, Berlin / Offenbach 1998, S. 115â135.
âą Gottfried Biegelmeier, Dieter Kieback, Gerhard Kiefer, Karl-Heinz Krefter: Schutz in elektrischen Anlagen. Band 1: Gefahren durch den elektrischen Strom (= VDE Schriftenreihe. Band 80). 2. Auflage. VDE Verlag, Berlin / Offenbach 2003, ISBN 3-8007-2603-3.
âą Gottfried Biegelmeier: Wirkungen des elektrischen Stroms auf Menschen und Nutztiere. Lehrbuch der Elektropathologie. VDE-Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-8007-1452-3.
âą Werner Hörmann, Bernd Schröder: Schutz gegen elektrischen Schlag in Niederspannungsanlagen â Kommentar der DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 (= VDE-Schriftenreihe. Band 140). VDE-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-8007-3190-9.
âą Stephan Perren, Peter Matter: Die wissenschaftlichen Grundlagen des Elektrounfalls. Bulletin des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins, des Verbandes Schweizerischer ElektrizitĂ€tsunternehmen, 1982, S. 476â480.
Normen
âą DIN V VDE V 0140-479-4 (VDE V 0140-479-4):2005-10 Wirkungen des elektrischen Stromes auf Menschen und Nutztiere â Teil 1: Wirkungen von BlitzschlĂ€gen auf Menschen und Tiere
âą DIN EN 61140 (VDE 0140-1):2007-03 Schutz gegen elektrischen Schlag â Gemeinsame Anforderungen fĂŒr Anlagen und Betriebsmittel
âą DIN VDE 0100-410:2007-06; Errichten von Niederspannungsanlagen â Teil 4-41: SchutzmaĂnahmen; Schutz gegen elektrischen Schlag
âą DIN VDE 0100-540:2012-06; Errichten von Niederspannungsanlagen â Teil 5-54: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel â Erdungsanlagen, Schutzleiter und Schutzpotentialausgleichsleiter
Weblinks
Commons
: StromunfÀlle
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Erste Hilfe/ elektrischer Schlag
â Lern- und Lehrmaterialien
Wiktionary: Stromschlag
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Elektrounfall auf der InternetprĂ€senz der Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Notfallmedizin
âą Der Elektrounfall (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) AGN Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Notfallmedizin Notfall Graz.
âą Jens JĂŒhling: ElektrounfĂ€lle in Deutschland. (PDF; 230 kB) Berufsgenossenschaft Feinmechanik und Elektrotechnik, Köln, Vortrag 2005 auf der Fachtagung âMensch â Strom â Felderâ am 10./11. November 2005 der Forschungsstelle fĂŒr Elektropathologie (FfE).
âą ets.uni-duisburg-essen.de (PDF; 9,9 MB)
âą Elektropathologische Ausstellung. Technisches Museum in Wien.
Einzelnachweise
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cite-note-32. â Damien Heath: Our guide to the causes and prevention of electrical accidents. 22. Juni 2022, abgerufen am 8. Dezember 2024 (britisches Englisch).
cite-note-notfallmedizin-43. â Jens Scholz, Bernd W. Böttiger, Volker Dörges, Volker Wenzel, Peter Sefrin: Notfallmedizin. Georg Thieme Verlag, 2012, ISBN 978-3-13-158983-5 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-54. â Bogdan Adamczyk: Foundations of Electromagnetic Compatibility: with Practical Applications. John Wiley & Sons, 2017, ISBN 978-1-119-12079-7 (google.at [abgerufen am 22. September 2018]).
cite-note-65. â Stefan Jellinek: Elektropathologie. Đ ĐžĐżĐŸĐ» ĐлаŃŃĐžĐș, 1903, ISBN 5-88178-805-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-76. â Alfred X. Trautwein, Uwe Kreibig, JĂŒrgen HĂŒttermann: Physik fĂŒr Mediziner, Biologen, Pharmazeuten. Walter de Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-037328-8 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-87. â Elektrounfall Elektrische Sicherheit. (PDF) In: t-i-p-s.at. S. 7-8, abgerufen am 12. September 2016.
cite-note-98. â H. Cottier: Pathogenese: Ein Handbuch fĂŒr die Ă€rztliche Fortbildung. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-67213-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-109. â Burkhard Madea: Praxis Rechtsmedizin: Befunderhebung, Rekonstruktion, Begutachtung. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-09424-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1110. â Heinz-Harro Rauschelbach, Clemens Cording: Begutachtung in der Neurologie. Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-13-140701-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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cite-note-1918. â Christoph Georg Wölfl, Christoph Wölfl: Unfallrettung: Einsatztaktik, Technik und Rettungsmittel; mit 32 Tabellen. Schattauer Verlag, 2010, ISBN 978-3-7945-2684-0, S. 181.
cite-note-2019. â Vincent J. Markovchick, Peter T. Pons, Katherine A. Bakes, Jennie Buchanan: Emergency Medicine Secrets. Elsevier Health Sciences, 2010, ISBN 978-0-323-08128-3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-2120. â Emanuel SaĂ: Leitfaden Photovoltaik. BoD â Books on Demand, 2014, ISBN 978-3-7322-9234-9 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-2221. â Experte: 0,1 Ampere können schon tödlich sein, in: Mitteldeutsche Zeitung vom 25. Juni 2012.
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cite-note-kanz-2423. â Initiales Management bei Stromunfall (PDF; 44 kB), abgerufen am 26. Juli 2018
cite-note-2524. â Gottfried Biegelmeier, Dieter Kieback, Gerhard Kiefer, Karl-Heinz Krefter: Schutz in elektrischen Anlagen, Gefahren durch den elektrischen Strom. 2003, S. 15 (Kurve c1 in Bild 1.2 gemÀà IEC Publikation 60479-1)
cite-note-physikum-2625. â Hamid Abdolvahab-Emminger: Physikum exakt: das gesamte PrĂŒfungswissen fĂŒr die 1. ĂP; 199 Tabellen; [ideal fĂŒr die neue AO]. Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-13-107034-X (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-2726. â Anton Ernst Lafenthaler et al.: Notfallmedizin â Leitsymptome/Strommarken â Elektrounfall. In: notmed.info. Abgerufen am 8. Juli 2016.
cite-note-2827. â Oskar Löbl: Erdung, Nullung und Schutzschaltung: nebst ErlĂ€uterungen zu den ErdungsleitsĂ€tzen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-91910-7 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-2928. â IEC 60479-1:2018 â IEC-Normen â VDE VERLAG. Abgerufen am 2. August 2023.
cite-note-3029. â Siegfried Koeppen: Erkrankungen der Inneren Organe Nach Elektrischen UnfĂ€llen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-47572-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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cite-note-3231. â Tobias MĂŒhlenbruch (Sonnentaler/La main Ă la pĂąte): Gefahren der ElektrizitĂ€t. In: sonnentaler.net. Abgerufen am 8. Juli 2016.
cite-note-3332. â Werte fĂŒr Gleichstrom. (PDF) Hopital principal de dakar, abgerufen am 29. August 2016.
cite-note-3433. â Louis-Paul Hayoun, Aurian Arrigoni: Les installations photovoltaĂŻques: conception et dimensionnement des installations raccordĂ©es au rĂ©seau. GuidEnR, 2011, ISBN 978-2-212-12994-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-3534. â Hans Breuer: Taschenatlas Physik fĂŒr Mediziner. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-74682-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-3635. â Fortschritte auf dem Gebiete der Röntgenstrahlen und der Nuklearmedizin: ErgĂ€nzungsband. G. Thieme Verlag, 1981, ISBN 3-13-597301-8 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-3736. â Gottfried Biegelmeier, Dieter Kieback, Gerhard Kiefer, Karl-Heinz Krefter: Schutz in elektrischen Anlagen, Gefahren durch den elektrischen Strom. 2003, S. 192; Anmerkung: Der aufsteigende Teil der T-Welle zeigt die sogenannte vulnerable Phase der Herzaktion an. Hier sind Teile des Herzmuskels (Myokards) noch nicht beeinflussbar (refraktĂ€r), wĂ€hrend andere bereits wieder erregbar sind. Kommt es in dieser Phase zu einem StromstoĂ kann es zum Kammerflimmern und damit zum kompletten Pumpversagen des Herzens kommen.
cite-note-3837. â A. Lange: Physikalische Medizin. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-55837-5 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-3938. â Klaus Golenhofen: Basislehrbuch Physiologie: Lehrbuch, Kompendium, Fragen und Antworten. Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2006, ISBN 3-437-42482-3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-4039. â JĂŒrgen Werner: Kooperative und autonome Systeme der Medizintechnik: Funktionswiederherstellung und Organersatz. Walter de Gruyter, 2005, ISBN 3-486-81610-1 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-4140. â Effect of High-Frequency Current on Nerve and Muscle Tissue, auf semanticscholar.org
cite-note-4241. â Electric Shock and the Human Body, auf jmkengineering.com
cite-note-4342. â Mark Kroll, Walcott et Al.: 4 th International Symposium Electricity and Safety in the 21 st Century: Effects of Pulse Trains. In: ResearchGate. Abgerufen am 29. Februar 2024 (englisch).
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cite-note-4544. â Gerald Spilker, Frank Wappler: Verbrennungsmedizin: Vom Unfallort bis zur Rehabilitation. Georg Thieme Verlag, 2008, ISBN 978-3-13-159531-7 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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cite-note-4746. â DIN VDE 0100-410.
cite-note-4847. â DIN VDE 0100-705:2007-10 Abschnitt 705.414
cite-note-din-vde-0100-410-4948. â DIN VDE 0100-410:2007 Abschnitt 701.55
cite-note-5049. â DIN VDE 0100-710_2012-10 Abschnitt 710.414; fĂŒr bestimmte Anwendungen gemÀà DIN EN 60601-1:2013-12 ( VDE 0750-1:2013-12) oder DIN 57753-1:1983-02 auch deutlich weniger
cite-note-5150. â EU-Richtlinie 2009/48/EG Abschnitt IV Absatz 1 und 2
cite-note-5251. â Siegfried Altmann: SpektakulĂ€re ElektrounfĂ€lle â Untersuchungen tödlicher ElektrounfĂ€lle im Haus- und Freizeitbereich in den neuen BundeslĂ€ndern und Berlin. (PDF; 6,4 MB) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 11. Februar 2014; abgerufen am 19. September 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ffe-emf.de
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cite-note-5453. â Thomas ZiegenfuĂ: Notfallmedizin. Springer-Verlag, 2016, ISBN 978-3-662-52775-7 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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cite-note-5655. â J. Rehn: Unfallverletzungen bei Kindern: Prophylaxe Diagnostik Therapie Rehabilitation. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-65827-3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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cite-note-6160. â Dieter Kieback: StromunfĂ€lle, Herzkammerflimmern und LetalitĂ€t. (PDF; 1,4&nb-07-26sp;MB) BG Elektro Textil Feinmechanik, 2009, S. 27, abgerufen im Jahr 2018.
cite-note-6261. â J. Jacobson, S. Buntenkötter: Beitrag zur Ăbertragbarkeit der GefĂ€hrdung durch elektrische Ströme vom Modelltier Schwein auf den Menschen. In: Deutsche TierĂ€rztliche Wochenschrift. 81, Nr. 9, 1974, S. 214â220.
cite-note-kamolz-6463. â Lars-Peter Kamolz, David N. Herndon, Marc G. Jeschke: Verbrennungen: Diagnose, Therapie und Rehabilitation des thermischen Traumas. Springer-Verlag, 2010, ISBN 978-3-211-79896-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-nakhosteen-67-6564. â John A. Nakhosteen, Barbara Khanavkar, Kaid Darwiche, Andreas Scherff, Erich Hecker: Atlas und Lehrbuch der Thorakalen Endoskopie: Bronchoskopie, Thorakoskopie. Springer-Verlag, 2009, ISBN 978-3-540-79940-5 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-6665. â Marcus Lehnhardt, Bernd Hartmann, Bert Reichert: Verbrennungschirurgie. Springer-Verlag, 2016, ISBN 978-3-642-54444-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-6766. â Hermann MĂŒller-Vahl, Marco Mumenthaler, Manfred Stöhr, Martin Tegenthoff: LĂ€sionen peripherer Nerven und radikulĂ€re Syndrome. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 978-3-13-157710-8 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-681. I care Pflege. Georg Thieme Verlag, 2015, ISBN 978-3-13-165661-2 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-692. Michael Nerlich, Alfred Berger: Tscherne Unfallchirurgie: Weichteilverletzungen und -infektionen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-55592-3 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-703. Bruce Alberts, Alexander Johnson, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: Molekularbiologie der Zelle. John Wiley & Sons, 2011, ISBN 978-3-527-32384-5 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-714. Anton Ernst Lafenthaler et al.: Notfallmedizin â Leitsymptome/Brandverletzung â Elektroverbrennung. In: notmed.info. Abgerufen am 8. Juli 2016.
cite-note-725. Bodo GorgaĂ, Friedrich W. Ahnefeld, Rolando Rossi, Hans-Dieter Lippert: Rettungsassistent und RettungssanitĂ€ter. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-09762-5 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-np-ch-736. notfallpflege.ch (Memento des Originals vom 30. Mai 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.notfallpflege.ch (PDF).
cite-note-747. H. Berlet, H. Noetzel, G. Quadbeck, W. Schlote, H. P. Schmitt: Pathologie des Nervensystems II: Entwicklungsstörungen Chemische und physikalische Krankheitsursachen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-51154-7 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-758. B. Dirks, R. Somasundaram, C. Waydhas, U. Zeymer: Weiterbildung Notfallmedizin: CME-BeitrĂ€ge aus: Notfall + Rettungsmedizin 2013â2014. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-662-46523-3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-feldmann-337-769. Harald Feldmann, Tilman Brusis: Das Gutachten des Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Georg Thieme Verlag, 2012, ISBN 978-3-13-160047-9 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-7710. Wenn scheinbar harmlose StromschlÀge das Leben gefÀhrden. Abgerufen am 15. Juli 2016.
cite-note-7811. Walter Fröscher: Neurologie mit Repetitorium. Walter de Gruyter, 1991, ISBN 3-11-085029-X (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-7912. Jörg B. Schulz: Neurologie ⊠in 5 Tagen. Springer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-642-05114-2 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-8013. S. Schwab, D. Krieger, Wolfgang MĂŒllges, G. Hamann, W. Hacke: Neurologische Intensivmedizin. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58415-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-8114. Heiner Greten, Tim Greten, Franz Rinninger: Innere Medizin. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13-162183-2 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-8215. Linus Geisler: Innere Medizin: Lehrbuch fĂŒr Pflegeberufe. W. Kohlhammer Verlag, 2006, ISBN 3-17-018768-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 3. September 2016]).
cite-note-8316. Kardiales Monitoring nach Stromunfall. In: Deutsches Ărzteblatt. (aerzteblatt.de [abgerufen am 31. Mai 2016]).
cite-note-8417. Helmut Roskamm, F.-J. Neumann, D. Kalusche, H.-P. Bestehorn: Herzkrankheiten: Pathophysiologie Diagnostik Therapie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-18649-3 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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